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Low-Code und No-Code Plattformen: Softwareentwicklung Leitfaden 2026

Was sind Low-Code und No-Code Plattformen? Leitfaden zu Anwendungsfällen, Vorteilen und besten Plattformen für die Softwareentwicklung 2026.

Low-Code und No-Code Plattformen: Softwareentwicklung Leitfaden 2026

Low-Code und No-Code Plattformen revolutionieren 2026 die Art und Weise, wie Unternehmen Software entwickeln. Was als einfache Formular-Builder und grundlegende Workflow-Tools begann, hat sich zu einem ausgereiften Ökosystem entwickelt, das unternehmenstaugliche Anwendungen, KI-gestützte Lösungen und umfassende digitale Transformationsinitiativen ermöglicht. Dieser umfassende Leitfaden untersucht die Low-Code/No-Code-Landschaft — Definitionen, führende Plattformen, Anwendungsfälle, Einschränkungen und die Trends, die 2026 definieren.

Ob Sie Entwickler sind, der die Bereitstellung beschleunigen möchte, ein Business-Analyst, der Workflows automatisieren will, oder ein CTO, der Build-versus-Buy-Entscheidungen evaluiert — dieser Leitfaden bietet das praktische Wissen, das Sie benötigen, um die Low-Code/No-Code-Revolution zu navigieren.

🌐 Was sind Low-Code und No-Code Plattformen?

Low-Code Definition

Low-Code Plattformen bieten visuelle Entwicklungsumgebungen mit Drag-and-Drop-Komponenten, die es Entwicklern ermöglichen, Anwendungen mit minimalem handgeschriebenen Code zu erstellen. Wenn individuelle Logik benötigt wird — komplexe Integrationen, fortgeschrittene Algorithmen oder spezialisierte UIs — können Entwickler die Plattform durch Code in JavaScript, Python, SQL oder anderen Sprachen erweitern.

Wesentliche Merkmale von Low-Code:

No-Code Definition

No-Code Plattformen ermöglichen es Benutzern, Anwendungen vollständig über visuelle Tools, regelbasierte Logik-Builder und vorgefertigte Integrationen zu erstellen — ohne eine einzige Zeile Code zu schreiben. Sie richten sich an Geschäftsanwender (oft als „Citizen Developer" bezeichnet), die Prozesse digitalisieren müssen, ohne auf IT-Abteilungen angewiesen zu sein.

Wesentliche Merkmale von No-Code:

Low-Code vs No-Code: Wesentliche Unterschiede

| Merkmal | Low-Code | No-Code | |---|---|---| | Zielgruppe | Entwickler + technische Geschäftsanwender | Geschäftsanwender, Citizen Developer | | Codierung | Möglich und erwünscht | Keine oder sehr begrenzt | | Anwendungskomplexität | Mittel bis hoch | Einfach bis mittel | | Anpassungsfähigkeit | Hoch | Begrenzt | | Skalierbarkeit | Gut | Plattformabhängig | | Integrationstiefe | Umfassende API-Unterstützung | Vorgefertigte Konnektoren |

🏆 Die besten Low-Code und No-Code Plattformen 2026

Unternehmens-Low-Code-Plattformen

1. Mendix

Mendix (im Besitz von Siemens) ist der führende Enterprise-Low-Code-Anbieter. Die Plattform eignet sich hervorragend für komplexe Geschäftsanwendungen, IoT-Lösungen und große digitale Transformationsprojekte.

2. OutSystems

OutSystems ist eine Hochleistungs-Low-Code-Plattform für die Full-Stack-Anwendungsentwicklung. Sie unterstützt sowohl Web- als auch mobile Anwendungen mit nativer Performance.

3. Microsoft Power Platform

Power Apps, Power Automate und Power BI bilden Microsofts Low-Code-Ökosystem mit tiefer Integration in Microsoft 365, Azure und Dynamics 365.

Führende No-Code-Plattformen

4. Bubble

Bubble ist die umfassendste No-Code-Webentwicklungsplattform. Sie unterstützt komplexe Logik, Datenbankoperationen und individuelles Design für voll funktionsfähige Webanwendungen.

5. Retool und Appsmith

Retool (kommerziell) und Appsmith (Open-Source-Alternative) sind für die Erstellung interner Tools, Admin-Panels und Datenmanagement-Dashboards optimiert.

6. Webflow

Webflow dominiert den No-Code-Bereich für Webdesign und ermöglicht die Erstellung professioneller, responsiver Websites ohne Code.

👤 Die Citizen-Developer-Revolution

Was ist ein Citizen Developer?

Ein Citizen Developer ist ein nicht-professioneller Entwickler, der Geschäftsanwendungen und Automatisierungslösungen mithilfe von Low-Code/No-Code-Tools erstellt. Laut Gartner werden bis 2026 über 70 % der Unternehmensanwendungen von Mitarbeitern außerhalb der IT-Abteilungen entwickelt — gegenüber weniger als 25 % im Jahr 2020.

Aufbau eines Citizen-Developer-Programms

Ein erfolgreiches Citizen-Developer-Programm erfordert organisatorische Unterstützung:

🏢 Unternehmensadoption: Low-Code/No-Code-Strategie

Typische Unternehmensanwendungsfälle

Low-Code und No-Code Plattformen werden in Unternehmen in diesen Bereichen breit eingesetzt:

Interne Prozessautomatisierung:

Kundenerlebnis:

Daten und Analytik:

Beschleuniger der digitalen Transformation

Low-Code/No-Code-Plattformen liefern Anwendungen 3–10x schneller als traditionelle Softwareentwicklung. Dieser Geschwindigkeitsvorteil ist entscheidend in Branchen, in denen die schnelle Anpassung an Marktveränderungen über den Wettbewerbserfolg entscheidet. Unternehmen berichten von durchschnittlich 60 % Kostenreduzierung bei internen Tools durch Low-Code-Plattformen.

⚠️ Einschränkungen und Überlegungen

Plattform-Limitierungen

Trotz ihrer Leistungsfähigkeit haben Low-Code/No-Code-Plattformen signifikante Einschränkungen:

Leistungsbeschränkungen:

Vendor-Lock-in-Risiko:

Sicherheitsbedenken:

Skalierbarkeitsherausforderungen:

Wann sollte man individuelle Softwareentwicklung wählen?

In folgenden Szenarien ist individuelle Softwareentwicklung gegenüber Low-Code/No-Code vorzuziehen:

🔗 Integrationsfähigkeiten

API-Integration

Moderne Low-Code/No-Code-Plattformen bieten robuste Integrationsfähigkeiten:

Automatisierungsintegrationen

🤖 Trends 2026: KI trifft Low-Code

KI-gestützte Anwendungsentwicklung

Der transformativste Trend 2026 ist die tiefe Integration von künstlicher Intelligenz in Low-Code/No-Code-Plattformen:

Composable Architecture

2026 übernehmen Low-Code/No-Code-Plattformen die Composable Architecture (zusammensetzbare Architektur). Anwendungen werden aus unabhängigen, wiederverwendbaren Geschäftskomponenten (Packaged Business Capabilities — PBCs) zusammengesetzt. Jede Komponente kann unabhängig entwickelt, getestet und aktualisiert werden, was größere Agilität und Wiederverwendung im gesamten Unternehmen ermöglicht.

Vertikale No-Code-Lösungen

Neben allgemeinen Plattformen wachsen branchenspezifische vertikale No-Code-Lösungen 2026 schnell:

📊 Die richtige Plattform wählen

Entscheidungsrahmen

Bewerten Sie diese Kriterien bei der Plattformauswahl:

  1. Projektkomplexität — Einfache Formulare oder komplexe Geschäftslogik?
  2. Technische Teamkapazität — Haben Sie Entwickler im Team?
  3. Skalierbarkeitsbedarf — Wie viele gleichzeitige Benutzer wird die Anwendung bedienen?
  4. Integrationsanforderungen — Welche bestehenden Systeme müssen angebunden werden?
  5. Budget — Lizenzkosten und langfristige Gesamtbetriebskosten (TCO)
  6. Sicherheit und Compliance — Gibt es branchenspezifische regulatorische Anforderungen?

Empfohlener Ansatz nach Anwendungsfall

Weitere Informationen zu Technologietrends finden Sie in unseren Leitfäden zu Webentwicklungstrends und der Zukunft der Programmiersprachen.

❓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Low-Code und No-Code?

Low-Code-Plattformen ermöglichen die Entwicklung mit visuellen Tools und bieten gleichzeitig die Möglichkeit, benutzerdefinierten Code für erweiterte Anforderungen zu schreiben — ideal für komplexere Anwendungen. No-Code-Plattformen ermöglichen die Anwendungserstellung vollständig über visuelle Oberflächen ohne jegliche Codierung und richten sich an Geschäftsanwender ohne Programmierkenntnisse. Low-Code bietet mehr Flexibilität und Skalierbarkeit; No-Code bietet einen schnelleren Einstieg für einfachere Anwendungsfälle.

Sind Low-Code/No-Code-Plattformen sicher?

Führende Plattformen (Mendix, OutSystems, Power Platform) verfügen über Sicherheitszertifizierungen wie SOC 2, DSGVO-Konformität und ISO 27001. Allerdings muss Sicherheit auch auf Anwendungsebene durchgesetzt werden. Citizen Developer benötigen Schulungen zu Datenzugriffskontrollen, Benutzerautorisierung, API-Sicherheit und dem Umgang mit sensiblen Daten. Ein IT-Governance-Framework ist unerlässlich, um Sicherheitslücken zu vermeiden.

Welche Projekte eignen sich für Low-Code/No-Code?

Interne Prozessautomatisierung, MVP- und Prototyp-Entwicklung, einfache CRUD-Anwendungen, formularbasierte Datenerfassung, Genehmigungsworkflows und Reporting-Dashboards sind ideal für Low-Code/No-Code. Projekte mit hohen Leistungsanforderungen, komplexen Algorithmen, strengen regulatorischen Compliance-Vorgaben oder solche, die als Kernproduktdifferenzierung dienen, sollten individuelle Softwareentwicklung nutzen.

Können mit Low-Code/No-Code erstellte Anwendungen skalieren?

Enterprise-Low-Code-Plattformen (Mendix, OutSystems) können Tausende gleichzeitiger Benutzer unterstützen und auf Cloud-nativer Infrastruktur skalieren. No-Code-Plattformen können jedoch bei hohen Datenvolumina und komplexer Geschäftslogik Leistungsengpässe aufweisen. Wenn Skalierbarkeit kritisch ist, sollten die Infrastrukturfähigkeiten, Leistungs-Benchmarks und SLAs der Plattform vor der Festlegung evaluiert werden.

Was kosten Low-Code/No-Code-Plattformen?

Die Kosten variieren erheblich je nach Plattform. No-Code-Plattformen bieten typischerweise Einsteigertarife von 0–100 €/Monat. Enterprise-Low-Code-Plattformen berechnen 50–200 €/Benutzer/Monat oder jährliche anwendungsbasierte Lizenzierung. Bei der Berechnung der Gesamtbetriebskosten (TCO) sollten Lizenzierung, Schulung, Wartung, Governance-Aufwand und potenzielle Migrationskosten berücksichtigt werden. Für komplexe Projekte empfiehlt es sich, die Gesamtplattformkosten mit professioneller individueller Entwicklung zu vergleichen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.


Benötigen Sie Hilfe bei der Wahl der richtigen Technologie für Ihr Projekt? Kontaktieren Sie Cesa Software für professionelle Beratung zu Low-Code, No-Code und individueller Softwareentwicklung.